Das neue Schuljahr hat angefangen. Volle Konzentration und Leistungsfähigkeit sind jetzt von den Kindern und Jugendlichen gefordert. Auf die Dauer können sie diesen Anforderungen nur gewachsen sein, wenn alles stimmt: ein verständnisvolles Zuhause, ausreichend Schlaf zur Regeneration, viel Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung.

Der kindliche Organismus braucht gerade in der Wachstums- und Entwicklungsphase viele Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Da jedoch die Speicherkapazität noch gering ist, kann es sehr schnell zur Mangelversorgung kommen, die sich in Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Leistungsabfall äußert. Dies zeigt sich schon, wenn die Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten  zu groß sind. Für Kinder ist regelmäßiges Essen und Trinken noch weitaus wichtiger als für Erwachsene. 

Die biologische Leistungskurve schwankt über den Tag. Den absoluten Tiefpunkt haben wir in der Nacht: Hier regeneriert sich der Körper. Aber bereits in den Morgenstunden steigt die Leistungsfähigkeit. Unterstützen lässt sich dies mit einem energiespendenden Frühstück: Müsli mit Obst oder Joghurt, ein belegtes Brot oder für kleine Leckermäuler eine Vollkorntoast mit Marmelade oder Honig. Als Getränk eignet sich Milch oder Kakao, denn die Milch ist wichtig für gesunde Knochen und Zähne.

Als zweites Frühstück fungiert das Pausenbrot gegen das „Elf-Uhr-Loch“. Geeignet sind lecker belegte Brote, vielleicht mit Tomaten oder Salatblättern dazwischen, ein Stück Obst oder Gemüse zum Knabbern oder ein Joghurt. Wichtig ist auch, dass das Kind ausreichend trinkt: stilles Mineralwasser, Saftschorle oder Tee.

Erstes und zweites Frühstück sollte man als Einheit betrachten. Ein Drittel des Tagesbedarfs an Nährstoffen und ‚Energie sollten diese Mahlzeiten decken. Das sind je nach Alter des Kindes 600 – 800 kcal. Wenn das Kind also eher ein Morgenmuffel ist und absolut nichts essen möchte, bevor es zur Schule geht, muss eben das Pausenbrot entsprechend größer ausfallen. Trotzdem sollte es aber wenigstens eine warme Milch oder Kakao trinken – am besten am gemeinsamen Familientisch, denn ein gemeinsames Frühstück ist der beste Start in den Tag.

Wenn die Kinder aus der Schule kommen, sollten sie eine warme Hauptmahlzeit einnehmen, entweder zu Hause oder in der Schule sofern dieses Angebot besteht, denn jetzt ist es höchste Zeit, die Energiespeicher aufzufüllen. Danach darf sich das Kind eine Pause zum Ausruhen, Spielen oder Lesen gönnen, denn das Mittagstief, die Zeit der Verdauung, ist nicht geeignet für Hausaugaben. Erst am Nachmittag steigt die Leistungskurve wieder an. Die nachmittägliche Lernphase sollte man für eine kurze Zwischenmahlzeit unterbrechen: vielleicht eine Quark- oder Joghurtspeise, ein Milchshake oder ein paar Kekse oder Nüsse, oder als kalorienarme Leckerei Fruchtsaftgummibären. So eine gezielte Pause ist weitaus effektiver und gesünder als unkontrolliertes Futtern während der Hausaufgaben.

Am Abend reicht dann eine kleine Mahlzeit mit Brot, Salat oder Gemüse , eine leichte Suppe oder ein Pudding, falls das Kind lieber Süßes mag.

Mit dieser gesunden, bedarfsgerechten Ernährung wird die Leistungsfähigkeit unterstützt und das Kind an gesundes Essen gewöhnt. Das ist besonders wichtig angesichts des rapiden Anstiegs von Übergewicht schon bei kleinen Kindern.

Einen guten Schulstart wünscht

Ihre Hermine Engelmann
PTA – König’s Apotheke, Nürnberg